[hemmerling] Haus Hemmerling

On 1979-06-08, I designed a residential house “Haus Hemmerling” as final project thesis of my architectual education at the highschool Max-Planck-Gymnasium Bielefeld. The design was documented on 5 sketches and a 2-page textual description.

Haus Hemmerling

Zeichnungen

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Überblick

Bewohner: berufstätiger Mann, Hausfrau, ältere Tochter

Lage: In einem eben gelegenen mittelgroßen Garten, Rasenlandschaft nach S leicht abfallend, Straße in einiger Entfernung im N oder NE

Klima: gemäßigt warmes, geringe Jahresamplitude, mäßig warme Sommer = (Nord-) Deutschland ect.

Zweck: Das Objekt ist kein Representationshaus im eigentlichen Sinne, sondern eher Ort für private kleinere Gesellschaften und für das Privatleben.

Beschreibung

Das Wohnzimmer ist Mittelpunkt des Privatlebens und offizieller kleinerer Verpflichtungen. Durch die Zentralstellung zwischen aRbeitszimmer und dem Intimbereich Schlafzimmer / Bad kann es für beide Aufgaben individuell genutzt werden, da eine vollständige Abtrennung der jeweils nicht benötigten Räumlichkeit möglich ist. ( Einzige Durchgänge an der Fensterfront ).

Weitere Merkmale des Wohnraums sind eine für gemäßigte Klimate optimale Lichtausbeutung durch die überhöhten und nach W und E fortgeführten Fensterfronten, die Schattenbildung vermeiden und fast den ganzen Tag lang von Sonnenlicht durchflutet werden. ( Dies ist natürlich nur in gemäßigten Breiten mit mäßig warmen Sommern ein Vorteil ).

Durch die Bildung eines Luftraumes und der gleichzeitig sowohl vertikal als auch horizontal stattfindenden Verengung wird eine Zentrierung im Wohnbereich und eine damit zustandenkommende “Verdichtung” erzeugt. Esszimmer und Galerie scheinen besonders durch die vertikale Höhenabnahme näher an den Wohnraum heranzurücken und werden daher mit dessen Funktion verknüpft, was zumindest bei Arbeitsessen und dem Dinieren anderer Gäste wünschenswert ist.

Als Funktionsergänzung und als Ausläufer des Esszimmers ist der Küchentrakt, bestehend aus der eigentlichen Küche und dem Wirtschaftszimmer zu sehen. Alle 3 Räume zusammen erfüllen die Grundfunktion von Essen und sind sinnvoll zueinander gegliedert, d.h. es gibt nur geringe Laufwege beim Servieren und Zubereiten des Essens. Die Wirtschaftskammer dient dabei zur Aufbewahrung kurz- und mittelfristiger Verbrauchsgüter wie Sprudel und ein Wochenvorrat Lebensmittel.

Gegenüber dem Küchenbereich liegten das zweite Bad und das Mädchenzimmer. Im Gegensatz zum Bad im Erdgeschoss, das im Intimbereich mit dem Schlafzimmer integriert ist und mit ihm zusammen eine Einheit bildet, hat dieses Bad seine Funktion als Waschgelegenheit für Gäste. Deshalb liegt es zweckmäßigerweise am Flur, wo Gäste gleich nach Ablegung der Kleidung sich auf die Toilette begeben können. Außerdem hat die Tochter eine nahe Waschgelegenheit.

Die beiden Schlafzimmer sind nach der Sonnenaufgangsseite Osten gerichtet., da ich meine Auffassung vom Frühaufstehen in den Hausbewohnern verwirklicht sehen möchte. Vorhänge können über Rollschienen an der Dekce bei Tag vor die geschwungenen Wände geschoben werden, was eine Veränderung des Raumerlebnisses bezüglich der Wände und des Charakters der Wand bewirkt.

Der Freiraum unter dem Nordteil hat formtechnische und formale Gründe. Es soll der sonst vielleicht gegebene Eindruck der Klobigkeit vermieden werden und gleichzeitig mit der Pfeilerkonstruktion und der Wendeltreppe ein gegensätzlicher Angelpunkt des Hauses geschaffen werden, was besonders durch die Weiterführung der Wendeltreppe in den Keller als durchgehendes Formelement bestärkt wird. Gleichzeitig soll aus der erreichten erhöhten Position im ersten Stock ein Besucher “heruntergezogen” werden, was durch die Zentrierung/Verdichtung des Hauses zum Wohnzimmer hin erreicht wird. Dabei wird gemäß der äußeren Form diese herabfließende / herabstrebende Bewegung durch vertikale ( Höhenverringerung ) als auch horizontale ( Breitenverringerung des Hauses ) erreicht.

Fortgesetzt wird diese innere Form durch das äußere Gesamtbild des Hauses und durch die Umgebung: Die herabstrebende Bewegung wird in eine fließende leicht abwärts geneigte Form des Geländes umgesetzt, die äußere Umgebung der Natur wird also im Haus wiedergegeben, was natürlich als konsequente FOlge ein etwa waagerechtes ebenes Gelände im N vorraussetzt.

Allgemeine Punkte

Heizung: Fernwärme, Fußbodenheizung

Belüftung: Durchzugssystem aus Schiebetüren WZ / AZ, Klappfenstern und Eingangstür

Gardinen: hinter Fensterfront ( = Vorhänge ), aber nicht hinter Klappfenstern. Sie sind durch Leistensysteme an der Decke vor / hinter die Rundmauern zu bewegen. ( Im Wohnzimmer durch Leistenkonstruktion zwischen Stützpfeilern möglich ).

Farbgebung

Mauerbänder breit = weiß

Mauerbänder schmal = Schiefer4

Mauerwerk = Schiefer5

Tür/Fensterrahmen = Schiefer5

Fläche

Keller: 111,5 m2

Erdgeschoss: 112,5 m2

1.Stock ( ohne Luftraum ): 126,75 m2

Wohnfläche: 239,25 m2

Gesamtfläche 338,25 m2

1.Stock

Küche: 10,73 m2

WK: 7,83 m2

Bad 1.St: 10,31 m2

MZ: 26,225 m2

EZ: 27,5 m2

Gal: 13,75 m2

EZ + Gal + Eingangsbereich: 75,9 m2

1.Stock: 130,995 m2

Erdgeschoß

Bad: 9 m2

SZ: 28,25 m2

AZ: 28,25 m2

WZ: 79 m2

Erdgeschoß: 144,5 m2

Keller

WR: 25 m2

G: 42,5 m2

AR+HZ: 44 m2

Keller: 111,5 m2


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